ich kann nichts dafür, ich bin so...

23 Januar 2006

Neulich früh...musste ich blasen



Durch meinen Beruf habe ich ein relativ frühe Anfangsarbeitszeit. Wie auch letztens an einem Freitag. Es war so gegen Viertel fünf...ich fuhr meinen gewohnten Weg zur Arbeit. Viele Ampeln waren um diese Uhrzeit noch nicht eingeschaltet. So dass ich sehr zügig vorankam. Mir fiel ein Wagen auf, weiß-grün gestreift, mit der Aufschrift "POLIZEI". Ich fuhr an ihm vorbei, und beobachtete ihn im Rückspiegel. In den ersten Sekunden tat sich nichts. Als ich dann aber erblickte dass er hinter mir herfuhr, stellte ich mich schon mal darauf ein, aufgehalten zu werden. Und in der Tat, die Beamten gaben mir durch verschiedene Lichtsignale zu verstehen, dass ich doch bitte mal anhalten sollte. Ich fuhr also rechts ran...drehte die Musik leiser und öffnete mein Fenster ein wenig. Es folgte die allgemein bekannte Floskel, "Guten Morgen, Allgemeine Verkehrkontrolle, Führerschein und Fahrzeugschein, bitte!" Ich suchte das Zeug raus und übergab es dem Beamten. Es folgten Fragen wie...Wo kommen sie her?...Wo wollen sie hin?...und dann eine, wobei der Tonfall und die Art der Fragestellung nicht gefiel..."Kann es sein, dass sie Alkohol getrunken haben?" Sie gefiel mir nicht, weil ich das Gefühl hatte das bei diesem Menschen von vornherein feststeht dass ich ein potenzieller Trunkenheitsfahrer sein muss. Meine Antwort lautete "Nein, dass kann nicht sein!" Dem Polizisten schien meine Antwort nicht zu reichen und er stellte die Frage aller Fragen. "Wären sie mit einer freiwilligen Alkoholkontrolle einverstanden?". Ich kam mir ein wenig komisch vor...denn das war das erste Mal das mir so eine Frage gestellt wurde.
Ich willigte ein und ging zu dem Kollegen des Beamten der mich befragte. Der zeigte mir das Gerät, welches ich nun zum ersten Mal "bedienen" musste. Und es kam was kommen musste......ich war gut...sehr gut sogar...es zeigte 0.0 Promille an. Die Beamten schienen vollkommen befriedigt zu sein, wünschten mir eine gute Weiterfahrt und "frohes Schaffen".
Was ich ihnen dann auch wünschte.
Ich stieg dann in mein Auto und fuhr zur Arbeit.