ich kann nichts dafür, ich bin so...

16 April 2006

Kreisende Gedanken...

Neulich hatte ich ein Erlebnis...was wieder etwas verändert hat...
Ich hatte eine Begegnung mit einer Person. Was diese Person für mich bedeutet, kann ich seitdem nicht mehr sagen.

Jetzt grad kreisen meine Gedanken darum. Um den Menschen, sein Verhalten, mein Verhalten (diesem Menschen gegenüber)...

Ich frage mich ob es sinnvoll ist, mit weiter mit dem Menschen zu befassen. Innerlich hab ich einen "Termin" für den Abbruch des Kontaktes gewählt. Andererseits ist der Mensch mir sehr nahe. So dass es mir schwer fällt den Kontakt abzubrechen.

Manchmal ist es schon sich mit ihm zu unterhalten, manchmal ist das was ich mitbekomme für mich einfach nur bla bla bla... Gejammere und nervendes Gerede...

Die Hilfe die ich anbiete, wird oft nicht erkannt oder wenn sie erkannt wird, nicht umgesetzt. In solchen Momenten zweifele ich daran ob der Kontakt sinnvoll ist. Denn es tut mir selbst weh, dann mitanzusehen wie das Unglück naht...
Einen gut gemeinten Ratschlag geben, das Nichtbefolgen zu "erleben", und dann wegen der Sache Gejammer zu ertragen... Was solch ich dagegen tun?
Mich freuen über den "Schaden" den der Mensch sich selbst zugefügt hat? Oder ihm weiter helfen um dann rauszukommen? Persönlich ziehe ich letzteres vor. Schadenfreude ist nicht so mein Ding. Und wieder versuche ich zu helfen, um den "Schaden" so glimpflich wie möglich verlaufen zu lassen. Dann werden auch meist meine Ratschläge beherzigt...


Im Nachhinein frag ich mich dann meist warum der Mensch nicht gleich auf mich gehört hat, wenn sich zeigt das ich Recht hatte... Und ich frage mich warum dieser Mensch, dann nochmals einen Ratschlag will (zu einer anderen Sache), diesen aber wieder nicht befolgt und dann jammernder Weise zu mir "zurückkehrt".

Andererseits frage ich mich auch, warum ich als das tue. Es ist wohl meine Art anderen irgendwie zu helfen, auch wenn sie sich ins "Unglück" gestürzt haben.

Und letztendlich ist es ja auch nicht so, dass es nur Probleme gibt, es gibt auch nette Gespräche über persönliche Dinge, welche im Endeffeckt, mehr oder weniger, sinnlos sind. Aber sie finden statt...

Sind es diese Gespräche, der kleine alltägliche Plausch, der mich an den Menschen "bindet"? Der mich dazu bringt immer wieder die Hand zu reichen?
Könnte man sowas als Freundschaft ansehen?
Ja...würde ich sagen. Aber auch nur wenn es für beide so ist, und beide das voneinander wissen. Das rein Objektive, das Äußere sagt ja das ist eine Freundschaft, mein Inneres empfindet aber nicht so... Zuviele andere, für mich unbekannte, Faktoren spielen dazu eine Rolle.
Es sind Fragen die ich nicht stelle, obwohl die Antworten mich interessieren. Ich stelle sie wohl aus Angst nicht. Angst vor dummen Antworten, Angst davor nicht ernst genommen zu werden, Angst davor sich sicher zu sein, den Menschen zu kennen...denn wenn man irgendwann nicht mehr so sicher ist, fällt man hart zu Boden. Ich hab sowas schon oft und lange genug erlebt...

Abschließend weiß ich nicht was ich tun werde, meine Entscheidung wird wohl spontan fallen. Wohl zu dem "Termin"... Wenn ich es bis dahin nicht schaffen werde die Entscheidung zu fällen....steht ein anderes endgültiges Datum schon fest...

8 Comments:

At 16/4/06 17:23, Anonymous Anonym said...

Interessante Sichtweise, obwohl ich sie nicht wirklich teilen kann. Wenn ich einen Menschen mag und ich merke, dass er Probleme hat dann frage ich direkt nach und versuche zu helfen...nicht indem ich irgendwelche Ratschläge gebe sondern indem ich einfach zuhöre. Ich denke wenn man von einer Freundschaft spricht, dann sollte man schon offen sprechen können. Ich denke oft will man sich auch nicht "aufdrängen" und man wartet darauf,dass es der andere merkt und nachhakt. Und ich stelle in einer Freundschaft auch kein Ultimatum, bevor ich nicht offen und ehrlich mit dieser Person gesprochen habe. Was hast du denn dabei zu verlieren, wenn du deine "Bedenken" äußerst? Vielleicht wartet derjenige auch nur darauf...

 
At 16/4/06 17:45, Blogger Niquo said...

interessante sichtweise...

1. was tust du wenn du durch nachfragen nichts erreichst? wenn du merkst das da nichts von der gegenseite zurückkommt

2. es sind nicht IRGENDWELCHE ratschläge, sondern individuelle, ratschläge aus meiner erfahrung

und

3. was tust du noch außer zuhören und fragen? denn das hilft ja auch nicht immer weiter...

 
At 17/4/06 13:19, Anonymous Anonym said...

zu 1.: dann überlege ich mir, warum da nichts zurückkommt. Wenn ich glaube, dass er es mir aus mangelndem Vertrauen nicht sagt, dann liegt es entweder an mir selbst,weil ich in der Vergangenheit das Vertrauen irgendwie missbraucht habe und ich werde mich bemühen dieses Vertauen wieder aufzubauen. Oder es liegt daran, dass er es mir nicht sagt, weil es mich aus irgendwelchen Gründen nichts angeht...dann lasse ich dieses Thema ruhen und hake nicht mahr nach.

zu 2.: Eben, es sind Ratschläge aus DEINEN Erfahrungen, die DU einmal gemacht hast. Diese passen aber nicht auf jedes Leben und jeder muss seine eigenen persönlichen Erfahrungen machen. Für mich heißt eine gute Freundschaft (das gleiche gilt auch wenn ich Mutter bin, meinem Kind gegenüber), dass ich den Weg -die Entscheidungen- des anderen akzeptiere (auch wenn ich eine andere Sichtweise habe) und ich hinterher, wenn es schiefgeht, einfach für den jenigen da bin und zuhöre. Das schlimmste was man in so einer Situation sagen kann ist meiner Meinung nach:"Ich hab es dir ja gleich gesagt!"

zu 3.:Ich mache eigentlich garnichts anderes. Vielleicht versuchen denjenigen irgendwie abzulenken. Aber ansonsten reicht vorurteilfreies zuhören eigentlich immer aus.

Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass ich in der letzten Zeit auch Freunde verloren habe, bzw Menschen von denen ich dachte sie wären welche. D.h. ich bin also keines Falls eine Expertin was Freundschaften angeht...

 
At 17/4/06 14:56, Blogger Niquo said...

zu 2.: dann sollte aber auch gesagt werden, das man keinen rat oder hilfe will...dann brauch ich mir nicht den mund fusselig zu reden ;)

 
At 17/4/06 15:20, Anonymous Anonym said...

mhm, ja vielleicht...obwohl ich ja auch nicht weiß wie die Person - um die es in diesem Artikel geht- darüber denkt... Sprich sie doch einfach direkt an, ist wahrscheinlich einfacher...

 
At 19/4/06 20:53, Blogger woonde said...

ich hab die erfahrung gemacht, die schmerzliche, dass etwas egoismus manchmal ganz gut tut. Manche Menschen wissen Hilfe und Ratschläge zu schätzen, wenn sie der Meinung sind dass sie ihnen nicht helfen, dann würde sie das sagen. Wenn sie sich dagegen die Ratschläge immer annehmen und nett zuhören und trotzdem die "Fehler" begehen (Fehler aus deiner Sicht), dann lohnt es nicht den Menschen zu verändern. Vergebene Mühe. Aber da einem der Mensch am Herzen liegt schlägt dein Helfersyndrom immer wieder zu und man wird enttäuscht. Wenn die Enttäuschung größer als die Hilfsbereitschaft ist, wird man es von allein lassen, denk ich :) .. aber ich kanns auch nicht lassen, weil manche Menschen die Hilfe brauchen, aber ob man selbst die Hilfe leisten kann/sollte ist fraglich.mfg

 
At 28/4/06 21:28, Blogger Mausi said...

aaaah...es dreht sich alles!

 
At 30/4/06 01:16, Blogger Niquo said...

nur um was...mein oachkatzelschwoaf...? :)

 

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